Regeländerungsvorschlag zur Stadtzerstörung



  • Ich weiß, dass das kaum eine Chance haben wird, und auch wenn hier nicht viel los ist, wie überhaupt auch im Spiel nicht allzuviel gesprochen wird, versuche ich mal, ob ich Feedback bekomme:

    Die meisten von Euch kennen die Situation: Alle mühen sich vor dem ersten Barbarenangriff einen Ritter in Stellung zu bringen und kurz bevor die Barbaren da sind baut einer eine zweite Stadt. Folge: alle ausser dem, der die zweite Stadt gebaut hat verlieren Ihre Stadt.

    Daraus ergeben sich in der Regel sehr einseitige Spiele. Die, die ihre Stadt verloren haben haben es meist sehr schwer wieder eine aufzubauen, weil es allermeist sowieso der bessere Zugang zu Erz und Getreide des einen Spielers ist, der den Spielzug erst ermöglicht hat.

    Selbst wenn es gelingt ist es durch Stadterweiterungen und entsprechende Karten kaum einzuholen - ungefähr ausgeglichene Würfelverteilung vorausgesetzt. In einigen Szenarien kann man das etwas besser aufholen, aber meist ist es dann keine Spaß mehr. Nicht mal für den der gewinnt, weil er natürlich oft von den anderen angefeindet wird...

    Ich finde, dass man zumindest vor dem ersten Angriff in die Zerstörungsregel einbeziehen sollte, dass nicht diejenigen, die ausreichend zum Schutz (ihrer Stadt oder Städte) beigetragen haben bestraft werden.

    Was meint Ihr?



  • Ich finde, dass diese Regel einen Teil des taktischen Spiels ausmacht und auch Teil des Spielkonzeptes ist.
    Genauso kann man seine Stadt verlieren, weil ein Gegner den Überläufer spielt oder sonstwas.

    Ich habe auch schon so manches Spiel gewonnen obwohl ich zu Beginn meine Stadt abreißen musste. Der Abriss hat nicht zwangsläufig einen einseitigen Spielverlauf zur Folge.

    Daher sehe ich da keinen Änderungsbedarf.

    Liebe Grüße,
    Lars_E!



  • Ich bin durchaus Deiner Meinung, dass 'Gemeinheiten' zum Spiel gehören, aber diese Regel in dieser frühen Phase des Spieles weicht für mich schon eher etwas vom guten Spielkonzept ab.
    Zum einen ist es nicht wirklich ein 'taktischer' Spielzug. Es gehört viel Glück, sowohl bei der Platzierung als auch bei den Würfeln dazu vor dem ersten Barbarenangriff sowohl einen aktive Ritter, als auch zwei Städte zu haben, dazu und keine taktische Finesse.
    Natürlich kann man auch nach dem Verlust einer Stadt noch gewinnen, ab unter den speziellen Umständen nur sehr selten und mit viel Glück.
    Das Spiel lebt meines Erachtens davon, dass es oft bis kurz vor Schluss spannend ist, auch wenn es natürlich immer wieder einseitige Spielverläufe gibt. Die Mechaniken des Spiels versuchen das aber meist erfolgreich zu verhindern.
    Mir ist nur dieser eine spezielle Fall bekannt, der vor allem bei drei Spielern häufiger auftritt, bei dem das Spiel mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit schon sehr früh entschieden ist. Sehr häufig verlassen Mitspieler dann auch das Spiel frühzeitig, weil das Weiterspielen dann den Reiz verliert.
    Ohne Stadt keine Handelswaren, keine Karten etc.
    Wenn man nicht innerhalb weniger Runden wieder eine Stadt bauen kann, was aus oben genannten Gründen meist schwer ist, hinkt man meist zum ende hinterher.
    Wie gesagt, dass man grundsätzlich Städte verlieren kann ist m.E. gut, auch die Mechanik dahinter im restlichen Spiel vollkommen ok. Nur in diesen ersten Runden finde ich es problematisch.
    Mir fällt auch keine andere Situation ein, die so früh so entscheidend ins Spiel eingreift.



  • Hallo,

    ich spiele Catan (Brettspiel) schon von Anfang an. Uns gefiel diese Ritterregel überhaupt nicht und haben sie für uns geändert. Bei uns verliert immer der oder die eine Stadt der/die mehr Städte als Ritter hat. Das würde dieser Spielweise genau entgegen wirken. Ich glaube aber nicht, das es umgesetzt wird.
    Viele Grüße